Im freien Reichstal

Die Historische Bürgerwehr Oberharmersbach e. V besteht in der heutigen Form aus vier Abteilungen. Dies sind die Bürgerwehr (Infanterie), Spielmanns- und Fanfarenzug, Trachtentanzgruppe sowie einer Kindervolkstanzgruppe mit einer Stärke von derzeit 156 aktiven Mitgliedern.

Ein genaues Gründungsdatum ist nicht nachweisbar. Erstmals wurde die Bürgerwehr im Jahr 1660 urkundlich erwähnt, als bei der Erneuerung des Huldigungseides an den Kaiser die Männer des Harmersbachtales mit „Unter- und Obergewehren“ angetreten waren.

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Infanterie

Einer der ersten verlässlichen Hinweise auf die Bürgerwehr im Reichstal Hamersbach datiert aus dem Jahre 1660, als bei der Erneuerung des Huldigungseides an den Kaiser die Männer des Tales mit "Unter und Obergewehr" angetreten waren.

Spielmanns- und Fanfarenzug

Die Spielleute, wie die Aktiven des Spielmannszuges genannt werden, gehören als fester Bestandteil zur Wehr. Durch ihr Mitwirken bei kirchlichen und weltlichen Festen wird das Auftreten der Bürgerwehr aufgelockert und lebendiger.

Trachtentanzgruppe

Die Gründung einer Tanzgruppe war der zündende Funke für viele junge Leute, neben dem reinen Tragen und präsentieren der Tracht auch einen weiteren Teil des Brauchtums wieder aufleben zu lassen, das Tanzen.

Kindervolkstanz- gruppe

Seit über 25 Jahren besteht eine Kindervolkstanzgruppe, die regelmäßig Tanzvorführungen in Tracht aufführt.

Kontakt zur Bürgerwehr Oberharmersbach

Major Klaus Laifer
Kommandant
Adresse
Am Kindergarten 8, 77736 Zell a. H.

Veranstaltungen und Termine

Oberharmersbach20.Oct
Gallenkilwi
Oberharmersbach17.Nov
Ehrenwache
Major Klaus Laifer

Uniform und Tracht

Die Uniform erinnert an die frühere Männertracht des Tales. Sie besteht aus einer weißen Hose, einer roten Weste (Gilet) mit goldenen Knöpfen, einem gebundenen Haldtuch (Knipferli) sowie einem Rock aus Leinen mit karmesinroten Umschlägen (Biesen). Den schwarzen Filzhut ziert ein roter Federnbusch. Hinzu kommen noch schwarze Lachschuhe.

Die Frauentracht ist eine Original erhaltene Tracht, die heute noch an Festtagen getragen wird, wenn auch eher selten. Sie ist im Harmersbach- und Nordrachtal beheimatet.

Bis zur Erstkommunion tragen die Mädchen ein hellblaues Kleid, das sogenannte Gedikleidle. Am weißen Sonntag haben sie dann zum ersten Mal die Tracht der erwachsenen Frauen an. Diese besteht aus einem Kleid, einem bestickten Schurz und Halstuch aus Seide und einem Halsnister aus Granatperlen. Nun tragen die Mädchen auch erstmals eine Kopfbedeckung. Ein Kränzchen aus Wachsperlen und Stoffblüten. Das Kränzchen wird letztmals am Hochzeitstag getragen.

Am Hochzeitstag kommen sie Frauen sozusagen „unter die Haube“, das ist bei uns im Harmersbachtal eine schwarzseidene „Henkelhaube“ (auch Spitzenkappe genannt), welche von nun an getragen wird.