Vom 24. bis 27. September 2026 fand in Varaždin in Kroatien der jährliche Generalrapport der Union der Europäischen Wehrhistorischen Gruppen (UEWHG) statt. Historische Einheiten aus allen Ecken Europas kamen dazu zusammen. Aus unserem Landesverband reiste Landeskommandant Oberst Adrian Staiger mit einer Abordnung der Bürgermiliz Sipplingen an, insgesamt zehn Kameradinnen und Kameraden. Begleitet wurden sie von Landrat a. D. Lothar Wölfle, dem Vorsitzenden des Freundeskreises der Bürgerwehren und Milizen Baden-Württemberg.
Nach langer Fahrt durch Österreich und Slowenien erreichte die Abordnung am Donnerstagnachmittag ihr Ziel. Beim gemeinsamen Abendessen gab es ein Wiedersehen mit vielen bekannten Gesichtern von den Generalrapporten 2024 in Sipplingen und 2025 in Wien. Auch neue Kameradinnen und Kameraden galt es kennenzulernen.
Generalrapport im Palast Herzer
Den freien Freitagvormittag nutzte die Abordnung, um die historische Altstadt von Varaždin zu erkunden. Um 13 Uhr hieß es Antreten vor dem Hotel. General Blaha übertrug Oberst Adrian Staiger das Kommando über den angetretenen Zug, der im Gleichschritt durch Varaždin zum Palast Herzer marschierte, wo der Generalrapport stattfand. Wer nicht an der Sitzung teilnahm, schloss sich einer geführten Stadtbesichtigung an. Nach der Sitzung führte der Landeskommandant die Teilnehmer geordnet zum Hotel zurück. Den Abend verbrachten sie bei Weinprobe und Abendessen auf einem Weingut.
Empfang, Kanonensalut und Burg Trakošćan
Am Samstag marschierte die Truppe nach dem Antreten um 10.15 Uhr unter dem Kommando von Oberst Staiger zur Burg von Varaždin, wo Fotoaufnahmen entstanden, und weiter zum Stadtplatz. Dort begrüßte der Bürgermeister von Varaždin die ausländischen und kroatischen Uniformträger. Nach einem kurzen Umtrunk im Rathaus ging es zurück zur Burg, wo die historische Bürgerwehr von Varaždin mit ihrer Kanone einen Salut auf die UEWHG abfeuerte.
Anschließend brachten Busse die Teilnehmer zur Burg Trakošćan. Dort trafen sie den Grafen und die Gräfin; Nikolaus Graf Drašković erzählte viel über die Burg und die Geschichte seiner Familie. Auf dem Rückweg kehrte die Gruppe auf einem abgelegenen Hof zum Abendessen ein, bevor der Generalrapport bis spät in die Nacht im Hotel ausklang. Zum Abschied gab es das Versprechen, sich im nächsten Jahr in Bern wiederzusehen.
Am Sonntag trat die Abordnung die Heimreise an. Allen Teilnehmern hat es in Varaždin sehr gefallen, und die Vorfreude auf den Generalrapport 2027 in der Schweiz ist groß.