Chronik 90 Jahre Landesverband
51 Daten & Fakten Aktive Mitglieder: 25 Gegründet: 2004 Kommandant: Stadthauptmann Wolfgang Mika Stadtgarde Tauberbischofsheim Die Stadtgarde Tauberbischofsheim wurde im Januar 2004 in Anlehnung an die Bürgerwehr, die es in der über 1250 Jahre alten Stadt über lange Zeit gegeben hat, wiedergegründet. Zuletzt urkundlich erwähnt wurde sie im Jahre 1820. Auf- tritte hat die Stadtgarde bei offiziellen Anlässen wie 1250-Jahrfeier, Martinimesse, Altstadtfest umzug, Volkstrauertag, Beerdigung von Ehren bürgern und Weiterem. Neben dem Schwerpunkt der Heimatpflege und insbesondere der Erinnerung an unsere geschicht- liche Vergangenheit steht, gerade in unserer mehr materiell geprägten Zeit, die Pflege der Kamerad- schaft. Diese soll nicht nur für die Zeit des unmit- telbaren Beisammenseins gelten, sondern auch darüber hinaus, unabhängig von Lebensalter und Beruf. Geschichte der Stadt Unsere Stadt gelangte durch Bonifatius (gestor- ben 743) unter die Herrschaft des Erzbischofs von Mainz, der gleichzeitig einer der höchsten Reichs- fürsten war. Stadt und Amtsbezirk blieben, von Zeiten einer Verpfändung abgesehen, bis 1803 in seinem Besitz. Neuer Landesherr wurde der Fürst von Leiningen, dessen Familiensitz sich noch heute in Amorbach befindet. Seine Herrschaft dauerte aber nur kurze Zeit. Mit der Mediatisierung von 1806 begann die Zugehörigkeit der Stadt mit ihrem Amtsbezirk zum Kurfürstentum und Großherzog- tum Baden. Jeder Nutzen für ein städtisches Gemeinwesen beruht in erster Linie auf der Beteiligung seiner Bürger am wirtschaftlichen, kulturellen und gesell- schaftlichen Leben. Dies galt besonders in früheren Zeiten aufgrund der seinerzeitigen Lebensbedin- gungen. Wesentliche Notwendigkeit war beson- ders die Sicherung der Stadt und der städtischen Rechte sowie die Verteidigung gegen äußere Angriffe jedweder Art. Dieser Schutz oblag dem so genannten Stadtaufgebot, das auf der allgemeinen Dienstpflicht aller wehrfähigen männlichen Bürger beruhte. Wurde es aufgerufen, hatte es Polizei- oder Soldatenfunktion. Mit der Entstehung eines nicht nur vorübergehend existierenden Militärs (stehendes Heer) entstand auch eine Polizeitruppe, die so genannten Land- dragoner oder -husaren, in Preußen Gendarmen genannt. Für ca. 100 Jahre war sie eine nach militä- rischen Grundsätzen organisierte und handelnde Formation. Ein Stadtaufgebot übte daher allenfalls nur noch eine Hilfspolizeifunktion aus. Entstehung, Uniformierung und Bewaffnung ln Baden bildeten sich in dieser Zeit in den Städten auch so genannte Freiwillige Bürgerwehren. Sie waren bewaffnet, besaßen teilweise sogar berittene
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