Chronik 90 Jahre Landesverband
Erster, öffentlicher Auswärtsauftritt bei den Heimattagen 2007 in Eppingen. 52 Abteilungen und waren verpflichtet, bei Bedarf der örtlichen oder übergeordneten Behörde zur Durch- führung von Ordnungsmaßnahmen zur Verfügung zu stehen. Diese Merkmale änderten aber nichts an ihrer imWesentlichen gesellschaftlichen Funk- tion, besonders bei öffentlichen und kirchlichen Anlässen. Für Tauberbischofsheim ist das Bür- gerliche Schützenkorps von 1820, im Volksmund Stadtgarde genannt, als eine derartige Freiwillige Bürgerwehr belegt. So sieht sich die Stadtgarde in der Tradition des mittelalterlichen Stadtaufgebots und der späteren Freiwilligen Bürgerwehr, die im Interesse ihrer Stadt aktiv war. Mangels historischer lokaler Vorbilder für eine Uniform aus der Zeit vor 1871 wurde auf die badische Infanterieuniform nach Eingliederung des badischen Militärs in die Kaiserliche Armee nach 1871 mit Pickelhaube und badischem Greif zurückgegriffen. Die weißen Schulterklappen mit roter Krone identifizieren ihn näher als 1. Badi- sches Leibgrenadierregiment, in dem nachweislich viele Taubertäler gedient haben und das in dem Gefecht am 24. Juli 1866 in Tauberbischofsheim- Hochhausen und dem angrenzenden Werbach als Reserve für die 2. Badische Brigade eingesetzt war. Nach der Eingliederung der badischen Regimenter in die Bundesarmee erhielt das Leibgrenadierregi- ment 1870 nach Bundesrangliste die Nr. 109. Die Garde ist mit Originalen des Karabiner 88 (Jahr der Einführung: 1888) ausgerüstet.
RkJQdWJsaXNoZXIy MTM5NDkw