Chronik 90 Jahre Landesverband

41 Geschichte der Stadt Hüfingen beginnt mit den Römern. Um 50 n. Chr. legten helvetisch-römische Legionäre das keltisch benannte “Brigobannis” an, um die Donaugrenze gegen die Germanen zu sichern. Als das Kastell längst aufgegeben war (85 n.Chr.), bestand ver- mutlich noch eine Handwerkersiedlung bis zum Fall des Limes (259 n. Chr.). Das überdachte “Römerbad” zeugt noch heute von dieser Zeit. Als Hauptort der Baar erwies sich Hüfingen vom 5. bis zum 7. Jh. Mit drei alemannischen Friedhö- fen war es nicht nur ein Zentralort, sondern nach Ausweis der Grabbeilagen auch wohlhabend. Die erste urkundliche Erwähnung des Namens Hüfin- gen stammt aus dem Jahre 1083. 1452 wurden die Stadtrechte an Hüfingen verliehen. lm 17. Jahrhun- dert wurde Hüfingen eine fürstenbergische Ober- amtsstadt und blieb ab 1806 nach der Aufhebung des Fürstentums Fürstenberg badische Amtsstadt. Nach Rückschlägen in den napoleonischen Kriegen hatte die Stadt 1849 über 1700 Einwohner. Großen Anteil nahmen die Bürger an der Badischen Revo- lution 1848/49. Allein am 27.08.1848 versammelten sich in Hüfingen 3000 Männer, um Amnestie und eine Republik zu fordern. 1849 setzte sich das Hü- finger Bürgermilitär mit Heckers Restarmee in die Schweiz ab. Hüfingen verlor seinen Amtssitz an Donaueschingen. Die Gemeinde zählt heute etwa 7.100 Einwohner. Eine einzigartige Brauchtums- pflege stellt sicherlich der alljährlich am Fronleich- namstag aus den Blüten der hiesigen Flora gelegte etwa 600 Meter lange Blumenteppich dar. Entstehung, Uniformierung und Bewaffnung lm festen Platz Hüfingen waren die Bewohner von Anfang an zur Verteidigung verpflichtet. ln der Stadtordnung vom 20. März 1454 war erstmals von waffentragenden Bürgern die Rede. Besonders der Umgang mit der Schusswaffe bedurfte der Übung. So entstanden die Schützengesellschaften und in späterer Zeit das Bürger- oder Stadtmilitär, das häufig auch Bürgerwehr genannt wurde. Auch in Hüfingen lassen sich beide schon früh nachweisen und seit dem 17. Jahrhundert auch häufig belegen. Am 3. Juli 1731 traten drei Korporalschaften des Bürgermilitärs vor dem Ausrücken “zum Herren- schießen” auf dem Rathausplatz an. Dort hatte jeder Bürger neben seinem Unter- und Obergewehr den Feuerkübel vorzuzeigen. Die früheste Erwähnung des Bürgermilitärs da- tiert aus dem Jahre 1741. In jenem Jahr erhielt das Hüfinger Bürgermilitär am 2. Oktober eine neue Fahne. Noch 1776 standen Stadtkorporäle an der Spitze des Bürgermilitärs. Die Korporäle erhielten eine Liste mit Namen der Dienstpflichtigen. ln der Stadt wurde bekanntgegeben, dass sich jeder Bauer und Taglöhner, aber auch jeder Handwerker nach Daten & Fakten Aktive Mitglieder: 13 Gegründet: 1968 Kommandant: Major Helmut Vogel www.buergerwehr-huefingen.de Hist. Bürgerwehr Hüfingen 1741 e.V. Foto: Sigwart

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