Chronik 90 Jahre Landesverband
29 Geschichte der Stadt Vom 7.5.767 stammt die erste Erwähnung der Stadt Bretten als „Breteheim“ im Codex des Klos- ters Lorsch, weshalb die Stadt im Jahre 1967 ihr 1200-jähriges Jubiläum feierte. Sie ist seit 1975 Große Kreisstadt. Die Ersterwähnungen der Stadtteile Bauerbach, Diedelsheim, Rinklingen und Neibsheim stammen ebenfalls aus dem 8. Jahr- hundert. Die Ansiedlung ist jedoch viel älter, wie Funde aus der Jungsteinzeit, der Bronzezeit und der keltischen La-Tène-Kultur sowie der Römer- zeit aus dem ersten nachchristlichen Jahrhundert beweisen. Verschiedene Hinweise aus Grabungen und Bodenfunden deuten auf eine Gründung der heutigen Stadt durch Angehörige des germani- schen Volksstammes der Franken um 500 nach Christus hin. Bis Mitte des 12. Jahrhunderts waren die Grafen von Lauffen die Landesherren, 1158 übernahmen die Grafen von Eberstein die Gemeinde, welche 1254 erstmals als „Stadt“ in einer Urkunde bezeich- net wurde. Bretten wurde 1349 an die Kurpfalz verkauft, welche bis zum Jahre 1803 das „Sagen hatte“. 1492 verlieh Pfalzgraf Philipp der Stadt das Recht viermal im Jahr Jahrmärkte abzuhalten. Die Blütezeit erlebte Bretten dank seiner günstigen Verkehrslage im 15. und 16. Jahrhundert. Dunkle Kapitel in der Geschichte waren der Dreißigjährige Krieg (1618 - 1648) und die nahezu völlige Zerstö- rung durch Plünderung und Brandschatzung am 12. und 13.8.1689 durch die Truppen Ludwigs XIV., des „Sonnenkönigs“. Verstärkter Zuzug aus der Schweiz, vom Oberrhein und aus Schwaben füllte die Lücken der bis auf etwa 80 Personen dezimier- ten Bevölkerung. 1720 löste der Name „Bretten“ die seitherige Bezeichnung „Brettheim“ in Urkunden und anderen Dokumenten ab. 1803 kam Bretten zur Markgrafschaft Baden, und ab 1806 gehörte Bretten zum Großherzogtum Baden. Seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich die Industrie in Bretten (Blech- waren, Petroleumlampen, Herde u. a.), die aber heute zum Teil in vielen anderen Formen (Bran- chen-Mix) zu finden ist. Bretten ist eine bedeuten- de Schulstadt und weist ein vielfältiges kulturelles Angebot auf, z. B. das Melanchthonmuseum. Part- nerschaften bestehen zur Lutherstadt Wittenberg in Sachsen-Anhalt (über Melanchthon, der 1497 in Bretten geboren wurde), zu Longjumeau und Bel- legarde in Frankreich, Condeixa-a-Nova in Portu- gal, Pontypool in Wales und Hemer in Westfalen, ebenso pflegen die Stadtteile zu mehreren Ländern Partnerschaften. Entstehung, Uniformierung und Bewaffnung Am 20. Januar 1824 genehmigte und verlieh Groß- herzog Ludwig zu Baden die (in zeitgenössischer Daten & Fakten Aktive Mitglieder: 54 Gegründet: 1824 Kommandant: Hauptmann Dieter Petri Mail: info@buergerwehr-bretten.de www.buergerwehr-bretten.de Hist. Bürgerwehr der Stadt Bretten e.V.
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