Chronik 90 Jahre Landesverband
39 Geschichte der Stadt „Bei Haslach gräbt man Silbererz…“ so beginnt eine der Strophen des bekannten Badnerliedes und sie drückt damit auch etwas aus über die einstige Bedeutung des Silbererzbergbaues in diesem Teil des Kinzigtales. Bedingt durch das große Interesse an den reichen Silbererzvorkommen kam es im 11. Jahrhundert zur Gründung Haslachs durch die Herzöge von Zähringen. Doch die Belege für eine frühe Besiedelung dieser Gegend reichen weit zurück, so besitzt Haslach noch heute den best erhaltensten römischen Fund im Lande Baden, welcher aus der Zeit um 74 nach Christus stammt, aus jener Zeit, als die Römer eine strategische Straße vom Rhein zum Neckar durch das Kinzigtal gebaut hatten. Nach dem Aussterben der Zährin- ger war Haslach an den Grafen Egino V. von Urach gegangen und nach erfolgter Teilung des Besitzes unter seinen Söhnen erhielt Heinrich I. Haslach und damit verbunden war der Titel „Graf von Fürstenberg“. Im Jahre 1278 hatte Kaiser Rudolf von Habsburg Haslach eine eigene Gerichtsbarkeit und damit die Stadtrechte verliehen. Bis zum Jahre 1806 befand sich die Stadt im Besitz der Fürsten- berger, war zeitweise sogar deren Residenz in der Kinzigtäler Herrschaft gewesen. Der bekannteste Vertreter dieses Geschlechtes war Graf Gottfried von Fürstenberg, der durch Heinrich Hansjakob bekannt gewordene „Steinerne Mann von Hasle“. 1806 kam Haslach an das Großherzogtum Baden. In der Badischen Revolution war Haslach zu einem Zentrum der Revolution geworden, wobei infolge dieser Entwicklung das Bürgermilitär von 1828 entwaffnet und verboten worden war. Der bekannteste Haslacher des 19. Jahrhunderts war der Heinrich Hansjakob (1837–1916), späterer Katholischer Pfarrer, Schriftsteller und Politiker, welcher 1881 als Pfarrherr von Hagnau am Bo- densee dort den ersten Badischen Winzerverein gegründet hatte. Durch seine vielen Bücher - ins- gesamt 74 an der Zahl - vor allem über Original- menschen seiner Heimat, wurde er als „Chronist Schwarzwälder Lebens des 19. Jahrhunderts“ weit bekannt. Entstehung, Uniformierung und Bewaffnung der Hist. Bürgerwehr Ab dem 17. Jahrhundert ist für Haslach eine „Schützengesellschaft“ erwähnt, welche von der Stadt mit einer jährlichen Gabe von sieben Gulden, später sogar von neun Gulden, gefördert worden war. Im Jahre 1828 erfolgte dann die Gründung einer Bürgerwehr, welche auch aus der einstigen „Schützengesellschaft“ hervorgegangen war. Die Bürgerwehr, später immer wieder auch „Bürger militär“ genannt, bestand aus zwanzig Mann Kavallerie, fünfzig Mann Infanterie sowie aus einem Musikcorps. So paradierten anlässlich des Besuches von Erbprinz Egon von Fürstenberg 1844 vor diesem die Bürgerwehren von Haslach, Wolfach und Kaltbrunn. Ein Jahr später hatten die bürgerlichen Korps aus Triberg, Wolfach, Daten & Fakten Aktive Mitglieder: 33 Gegründet: 1990 Kommandant: Hauptmann Klaus Buchholz www.buergerwehr-haslach.de Hist. Bürgerwehr und Bürgerinnen Haslach e.V.
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