Chronik 90 Jahre Landesverband

18 An diesem hatten auch Bürgerwehren teilgenom- men, wie z. B. Bretten, Ettlingen, Freiburg und Gengenbach. Diese Wehren waren auch an den Schlachten bei Waghäusel, Ubstadt und Malsch für die Revolution beteiligt. Die Sipplinger Bürgermiliz hingegen blieb regierungstreu und half beim Grafen von und zu Bodman, Freischärler festzunehmen und dingfest zu machen. Die meis- ten Bürgerwehren wurden 1849 de facto aufgelöst und nach Rückkehr der Regierung im Jahre 1851 de jure verboten. Viele von ihnen lebten erst wie- der nach dem Ersten Weltkrieg (1914-1918) auf. Die Mitgliedschaft im „Badischen Kriegerbund“ Vom Jahre 1874 bis zum Ende des Ersten Welt- krieges waren die meisten Bürgerwehren und Bür- germilizen Mitglied des Badischen Kriegerbundes, der seinen Sitz in Karlsruhe hatte. Die Wieder-und Neugründungen in den 1920er Jahren In den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg wurden einige der nach der Badischen Revolution verbo- tenen Bürgerwehren wiedergegründet, wie z.B. Bretten 1924, Ettlingen 1927 und Villingen (Bürgermiliz) 1928. Die Verbindungen zu den württem- bergischen und hohenzollerischen Bür­ gerwehren, -garden und Stadtwachen Schon frühzeitig wurden vom Badischen aus Kontakte zu den Nachbarwehren in Württem- berg und Hohenzollern geknüpft, insbesondere vom Kommandanten der Bürgerwehr der Stadt Bretten, Karl Ammann, der später auch Geschäfts- führer im Landesverband wurde. Die damals ge- knüpften Beziehungen bestehen heute noch und wurden in den zurückliegenden Jahren weiter ausgebaut. Die Zeit von 1930 bis zum Jubiläumsjahr 2021 Die Mitgliedschaft in der „Landesvereinigung Badischer Bürgermilizen, Garden, Gilden und Wehren“ anlässlich der Badener Heimattage in Karlsruhe wurde am 13. Juli 1930 beschlossen. Sie Wiedergründung in den 1920er Jahren Szene aus dem Film „Traum von der Freiheit“, bei dem Bürgerwehren des Landesverbandes Baden-Südhessen mitwirkten

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