Chronik 90 Jahre Landesverband

10 Der Große Zapfenstreich ist die höchste Form der militärischen Ehrenbezeugung. Er wird nur zu besonderen Anlässen aufgeführt. Dazu gehört beispielsweise die Verabschiedung von Bundespräsidenten, Bundeskanzlern und Bundesverteidigungsministern. Entwicklung zur heutigen Form Seine namentlichen Wurzeln hat der Zapfen- streich im 16. Jahrhundert. Es ist überliefert, dass zu später Stunde ein Vorgesetzter mit einem Schlag beziehungsweise Streich auf den Zapfen eines Fasses die Nachtruhe signalisierte. Der Wirt durfte von nun an keine Getränke mehr ausschenken und die Landsknechte hatten sich in ihre Unterkünfte zu begeben. Die heute verbindlichen Elemente des Großen Zapfenstreiches gehen auf verschiedene Zeremonielle zurück. So erinnern die Trommeln und Pfeifen an die Musik der Landsknechte und die Trompeten und Pauken an die Kavallerie. In der Zeit der Befreiungskriege (1813 bis 1815) bildete sich das Zeremoniell in seinen Bestandteilen Locken - Zapfenstreich - Gebet heraus, was bis heute maßgebend für den Ablauf des Großen Zapfenstreiches ist. Seit 1922 endet der Große Zapfenstreich mit der Nationalhymne. Der Große Zapfenstreich

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